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Adobe Premiere: Sicherheitsupdates auf betroffenen Arbeitsplätzen einspielen

Mehrere Sicherheitslücken in Adobe Premiere und Premiere Pro können unter anderem die Ausführung von Schadcode ermöglichen. Unternehmen sollten betroffene Installationen erfassen, aktualisieren und den Erfolg der Verteilung prüfen.

Adobe Premiere aktualisieren: Sicherheitslücken können Schadcode-Ausführung ermöglichen

Für kleine und mittlere Unternehmen ist das Update vor allem dort relevant, wo Adobe Premiere für Marketing, Videoproduktion, Schulungen oder Social Media eingesetzt wird. Betroffene Arbeitsplätze sollten zeitnah erfasst und aktualisiert werden. Bis dahin gilt: Unerwartete Dateien oder Material aus unbekannten Quellen nicht in Premiere öffnen.

Betroffene Versionen und verfügbare Updates

Adobe hat seine Sicherheitsmeldung APSB26-76 für Adobe Premiere am 31. Juli 2026 aktualisiert und die Schwachstelle CVE-2026-34641 ergänzt. Das Canadian Centre for Cyber Security veröffentlichte am 4. August 2026 ebenfalls einen Hinweis und empfahl, die verfügbaren Updates zu installieren.

Die Sicherheitsmeldung betrifft Adobe Premiere unter Windows und macOS. Laut Adobe sind folgende Versionsstände betroffen:

  • Adobe Premiere bis einschließlich Version 26.2.2
  • Adobe Premiere Pro bis einschließlich Version 25.6.5

Als bereinigte Versionen nennt Adobe Premiere 26.3 beziehungsweise Premiere Pro 25.6.6. Unternehmen sollten mindestens auf diese Versionen oder auf eine inzwischen neuere, von Adobe bereitgestellte Version aktualisieren.

Das Risiko nüchtern eingeordnet

Adobe behandelt in der Sicherheitsmeldung vier kritische und eine wichtige Schwachstelle. Dazu gehören ein Heap-basierter Pufferüberlauf und mehrere Schreibzugriffe außerhalb des vorgesehenen Speicherbereichs. Vereinfacht gesagt können solche Speicherfehler dazu führen, dass Daten an Stellen geschrieben werden, die dafür nicht vorgesehen sind.

Bei erfolgreicher Ausnutzung könnte fremder Programmcode mit den Rechten des angemeldeten Benutzers ausgeführt werden. Nach Angaben des Herstellers müsste für die Ausnutzung der kritischen Schwachstellen eine manipulierte Datei geöffnet werden.

Eine weitere Schwachstelle betrifft die unzureichende Prüfung von Eingaben. Sie kann das Umgehen einer Sicherheitsfunktion ermöglichen.

Zum Zeitpunkt der Herstellerinformation waren Adobe keine aktiven Angriffe auf die behandelten Schwachstellen bekannt. Auch Tenable führte für diese Sicherheitsmeldung keine bekannten öffentlich verfügbaren Exploits auf. Aus den beschriebenen Risiken lässt sich daher keine bestätigte aktive Ausnutzung dieser konkreten Schwachstellen ableiten.

Eine manipulierte Datei könnte beispielsweise per E-Mail, Download oder externem Datenträger auf einen Arbeitsplatz gelangen. Wie groß der mögliche Schaden ist, hängt unter anderem von den Berechtigungen des verwendeten Kontos und den vorhandenen Schutzmaßnahmen ab. Konten mit weitreichenden Rechten können das Schadenspotenzial erhöhen.

Vom Bestand bis zur Erfolgskontrolle

Für eine saubere Aktualisierung empfiehlt sich ein geordnetes Vorgehen:

  1. Installationen erfassen: Prüfen Sie, auf welchen Windows- und macOS-Geräten Adobe Premiere installiert ist.
  2. Versionsstände kontrollieren: Identifizieren Sie eindeutig alle Installationen, die von der Sicherheitsmeldung betroffen sind.
  3. Updates einspielen: Im Versionszweig 26 ist mindestens Adobe Premiere 26.3 erforderlich. Im Versionszweig 25 sollte mindestens Premiere Pro 25.6.6 installiert sein. Eine neuere, von Adobe freigegebene Version ist ebenfalls geeignet.
  4. Verteilung überprüfen: Kontrollieren Sie anschließend, ob die vorgesehene Version tatsächlich auf allen betroffenen Geräten installiert wurde und Premiere weiterhin wie erwartet funktioniert.
  5. Beschäftigte informieren: Bis zum Abschluss der Aktualisierung sollten keine unerwartet zugesandten oder aus unbekannten Quellen stammenden Dateien in Premiere geöffnet werden. Diese Vorsichtsmaßnahme ersetzt das Update nicht.

Für einzelne Arbeitsplätze empfiehlt Adobe die Update-Funktion der Creative-Cloud-Desktop-Anwendung. In zentral verwalteten Umgebungen können Administratoren aktualisierte Creative-Cloud-Anwendungen über die Adobe Admin Console bereitstellen.

Unterstützung aus Husum

Im Rahmen unseres Managed Service und IT-Supports unterstützen wir Unternehmen bei der Bestandsaufnahme betroffener Arbeitsplätze, einer kontrollierten Updateplanung und der anschließenden Funktionskontrolle. Wir können außerdem prüfen, ob die vorgesehenen Updates auf den von uns betreuten Geräten erfolgreich installiert wurden.

Ergänzend betrachten wir auf Wunsch die vorhandenen Schutzmaßnahmen für Endgeräte und Benutzerkonten. Dazu können – sofern sie zur jeweiligen IT-Umgebung passen – Virenschutz, CrowdStrike, Mehrfaktor-Authentifizierung und angemessene Berechtigungskonzepte gehören. Diese Maßnahmen ersetzen das Adobe-Update nicht, können aber Teil eines mehrstufigen Schutzkonzepts sein.

Wenn Sie prüfen möchten, welche Premiere-Arbeitsplätze in Ihrem Unternehmen betroffen sind, sprechen Sie uns in Husum gern an. Wir unterstützen Sie bei Bestandsaufnahme, Update und Kontrolle.

Quellen