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CVE-2026-4793: Synology Assistant auf Windows-PCs prüfen und aktualisieren

Synology Assistant für Windows sollte auf Version 7.0.7-50095 oder neuer aktualisiert werden. Betroffen sind ältere Installationen; nicht mehr benötigte Exemplare sollten Unternehmen entfernen.

CVE-2026-4793: Synology Assistant unter Windows sicher aktualisieren

Für kleine und mittlere Unternehmen heißt es zunächst: Prüfen, auf welchen Windows-Rechnern Synology Assistant installiert ist. Versionen vor 7.0.7-50095 sollten zeitnah aktualisiert oder, wenn das Programm nicht mehr gebraucht wird, entfernt werden. Das gilt nach dem Informationsstand vom 30. August 2026.

Synology hat die Sicherheitslücke am 3. August 2026 veröffentlicht. Sie wird unter CVE-2026-4793 geführt und betrifft ausschließlich Synology Assistant für Windows in Versionen vor 7.0.7-50095.

Fehlerhafte Dateiberechtigungen ermöglichen weitreichende Zugriffe

Ursache der Schwachstelle sind fehlerhaft gesetzte Dateiberechtigungen. Nach Angaben von Synology können lokale Benutzer während der Installation beliebige Dateien lesen oder verändern. Außerdem können sie einen Ausfall des Programms beziehungsweise des Systems verursachen.

Synology bewertet die Lücke mit einem CVSS-Wert von 7,3 und der Einstufung „Important“. CVSS ist ein standardisiertes Verfahren, mit dem die technische Schwere von Sicherheitslücken bewertet wird.

Japan Vulnerability Notes (JVN), eine gemeinsame Informationsplattform von JPCERT/CC und der japanischen IPA, bestätigt die fehlerhaften Zugriffsrechte und den lokalen Angriffsweg. Unter bestimmten Bedingungen könnte ein Benutzer mit Zugriff auf den betroffenen Windows-Rechner Code mit SYSTEM-Rechten ausführen. SYSTEM ist unter Windows eine besonders weitreichende Berechtigungsstufe.

Für einen Angriff sind lokaler Zugriff beziehungsweise bereits vorhandene geringe Benutzerrechte sowie eine Benutzerinteraktion erforderlich. Die Schwachstelle lässt sich daher nicht ohne Weiteres direkt über das Internet ausnutzen. Aus den geprüften Meldungen von Synology und JVN ergeben sich keine öffentlichen Hinweise auf eine aktive Ausnutzung.

Quellen: Synology-Sicherheitshinweis, Japan Vulnerability Notes

Besonders relevant auf gemeinsam genutzten Rechnern

Das Risiko ist vor allem auf Windows-Rechnern zu beachten, die von mehreren Personen genutzt werden oder für mehrere Personen zugänglich sind. Eine erfolgreiche Ausnutzung könnte die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Dateien und Systemen beeinträchtigen.

Die Lage ist weniger kritisch als bei einer Sicherheitslücke, die ohne Anmeldung aus dem Internet erreichbar wäre. Aufschieben sollte man das Update dennoch nicht: Gelingt ein lokaler Angriff, sind weitreichende Berechtigungen möglich.

Diese Schritte sind jetzt sinnvoll

  1. Installationen erfassen: Prüfen Sie über die Softwareverwaltung oder die Liste der installierten Windows-Programme, auf welchen Geräten Synology Assistant vorhanden ist.
  2. Vollständige Versionsnummer kontrollieren: Betroffen sind laut Synology alle Versionen vor 7.0.7-50095. Entscheidend ist die vollständige, vom Hersteller angegebene Buildnummer.
  3. Update aus verlässlicher Quelle installieren: Aktualisieren Sie auf Version 7.0.7-50095 oder eine neuere, von Synology freigegebene Version. Beziehen Sie die Installationsdatei ausschließlich von Synology oder über einen intern geprüften Softwareverteilungsprozess.
  4. Nicht mehr benötigte Installationen entfernen: Wenn Synology Assistant nicht mehr verwendet wird, sollte das Programm deinstalliert werden. Das verringert die unnötige Angriffsfläche.
  5. Umsetzung dokumentieren und prüfen: Halten Sie fest, welche Geräte kontrolliert und aktualisiert wurden. Prüfen Sie anschließend, ob die vorgesehene Version installiert ist und das Programm weiterhin ordnungsgemäß funktioniert.

Synology nennt neben dem Update keine alternative technische Schutzmaßnahme. Unabhängig davon bleiben eingeschränkte lokale Benutzerrechte und ein kontrollierter Zugang zu den betroffenen Rechnern grundsätzlich sinnvoll.

Unterstützung aus Husum

Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen unseres IT-Supports und der laufenden Arbeitsplatzpflege bei der Bestandsaufnahme, der geplanten Verteilung des Updates sowie der anschließenden Versions- und Funktionskontrolle. Nach Abstimmung entfernen wir auch nicht mehr benötigte Installationen und dokumentieren die erledigten Arbeiten.

Wenn Sie klären möchten, ob Synology Assistant in Ihrem Unternehmen installiert ist oder zentral aktualisiert werden kann, sprechen Sie uns bei Netzmal in Husum gerne an.