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CVE-2026-8917: ASUS-Werkzeuge auf Windows-Rechnern prüfen

Mehrere ASUS-Werkzeuge für Windows sind von CVE-2026-8917 betroffen. Unternehmen sollten die installierten Versionen erfassen, Updates kontrolliert einspielen und bei GPU Tweak II die angebotene Download-Version genau prüfen.

ASUS-Sicherheitslücke CVE-2026-8917: Windows-Systeme gezielt prüfen und aktualisieren

Für kleine und mittlere Unternehmen lohnt sich ein Blick auf Windows-Arbeitsplätze mit ASUS-Hardware oder ASUS-Verwaltungssoftware. Mehrere Werkzeuge enthalten die mit „High“ bewertete Schwachstelle CVE-2026-8917. Entscheidend ist dabei nicht das Computermodell, sondern die tatsächlich installierte Softwareversion.

Diese ASUS-Komponenten sind betroffen

ASUS hat am 11. August 2026 einen Sicherheitshinweis zu CVE-2026-8917 veröffentlicht. Genannt werden folgende Programme und Komponenten:

  • GPU Tweak III bis einschließlich Version 2.1.1.7
  • GPU Tweak II bis einschließlich Version 2.4.0.0
  • AI Suite 3 bis einschließlich Version 2.1.2.0
  • VGA.dll bis einschließlich Version 0.0.7.8

Die Datei VGA.dll wird als Bestandteil von Armoury Crate eingesetzt. Deshalb sollten auch Windows-Rechner geprüft werden, auf denen Armoury Crate installiert ist. ASUS-Software kann vorinstalliert sein oder zusammen mit Hardware-Treibern und Verwaltungswerkzeugen auf den Rechner gelangt sein.

Das Risiko sachlich eingeordnet

Die Schwachstelle beruht auf der fehlerhaften Verarbeitung eines nicht vertrauenswürdigen Speicherzeigers. Über eine Betriebssystem-Schnittstelle, einen sogenannten IOCTL-Aufruf, kann ein lokaler Angreifer einen bestimmten Wert an eine beliebige Speicheradresse schreiben. Dadurch kann es möglich werden, bereits vorhandene Berechtigungen auszuweiten.

ASUS bewertet CVE-2026-8917 nach CVSS 4.0 mit 8,4 von 10 Punkten und damit als „High“. Der Bewertungsvektor zeigt allerdings auch: Für eine Ausnutzung sind lokaler Zugriff und bereits hohe Berechtigungen erforderlich. Ein direkter Angriff über das Internet ist daher nicht ohne Weiteres möglich.

Das Update sollte trotzdem nicht aufgeschoben werden. Hat ein Angreifer bereits Zugriff auf einen Rechner und kann dort Code mit weitreichenden Rechten ausführen, könnte die Schwachstelle als Baustein eines weiterführenden Angriffs dienen.

Wo sich eine Prüfung besonders empfiehlt

Prüfbedarf besteht vor allem in Unternehmen mit ASUS-Mainboards, ASUS-Grafikkarten, Gaming-Notebooks oder leistungsfähigen Arbeitsplätzen für Grafik, Entwicklung und Konstruktion.

In der zentralen Softwareverwaltung und in der Windows-Liste der installierten Anwendungen sollte nach diesen Bezeichnungen gesucht werden:

  • Armoury Crate
  • GPU Tweak III
  • GPU Tweak II
  • AI Suite 3

Bei Armoury Crate ist zusätzlich die Version der enthaltenen VGA.dll zu kontrollieren.

Sinnvolle Schritte für die Aktualisierung

  1. Bestand erfassen: Ermitteln Sie, auf welchen Windows-Systemen die genannten Programme oder Komponenten installiert sind.
  2. Versionen vergleichen: Gleichen Sie die vorhandenen Versionsnummern mit den von ASUS als betroffen genannten Ständen ab.
  3. Updates kontrolliert installieren: Nutzen Sie ausschließlich offizielle ASUS-Quellen. Installieren Sie eine neuere, nicht als betroffen aufgeführte Version, sofern ASUS eine solche bereitstellt.
  4. Bei GPU Tweak II genau hinsehen: Auf mehreren zum Prüfzeitpunkt betrachteten Supportseiten wurde weiterhin eine als betroffen eingestufte Version angeboten. Prüfen Sie deshalb stets die Versionsnummer des Downloads. Die bloße Verfügbarkeit eines Downloads bedeutet nicht, dass es sich um eine sichere Fassung handelt. Ist keine geeignete neuere Version erhältlich, sollte geklärt werden, ob die Software benötigt wird oder bis zu einer Herstellerlösung entfernt werden kann.
  5. Neustart und Funktionstest einplanen: Kontrollieren Sie nach der Aktualisierung, ob die ASUS-Komponenten, die zugehörige Hardware und alle benötigten Arbeitsplatzfunktionen ordnungsgemäß arbeiten.
  6. Ergebnisse dokumentieren: Halten Sie fest, welche Systeme geprüft, aktualisiert oder von nicht benötigter Software bereinigt wurden.

Technische Grundlage sind der ASUS-Sicherheitshinweis und der Eintrag zu CVE-2026-8917 in der National Vulnerability Database: https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-8917

Unterstützung aus Husum

Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen dabei, betroffene Windows-Arbeitsplätze zu erfassen, installierte Versionen zu prüfen und notwendige Aktualisierungen planbar umzusetzen. Im Rahmen unseres Managed Service und IT-Supports übernehmen wir bei Bedarf auch die Funktionskontrolle nach dem Update und die Dokumentation der Maßnahmen.

Wenn Sie klären möchten, ob die betroffenen ASUS-Werkzeuge in Ihrem Unternehmen installiert sind, sprechen Sie uns an. Wir prüfen gemeinsam den Bestand und stimmen die nächsten Schritte ab.