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Kritische Chrome-Schwachstelle auf Android: Geräte gezielt aktualisieren
Chrome-Versionen für Android vor 151.0.7922.169 sind von einer kritischen Schwachstelle betroffen. Unternehmen sollten die aktuell im Google Play Store angebotene Version installieren und danach kontrollieren, ob alle betrieblich genutzten Geräte das Update erhalten haben.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist jetzt vor allem eines wichtig: Alle betrieblich genutzten Android-Geräte sollten auf eine aktuelle Chrome-Version geprüft werden. Betroffen sind Versionen vor 151.0.7922.169. Installiert werden sollte allerdings nicht nur diese damalige Mindestversion, sondern die derzeit im Google Play Store angebotene Fassung.
Sicherheitslücke in der WebGPU-Komponente Dawn
Google veröffentlichte am 18. August 2026 Chrome 151.0.7922.169 für Android. Laut der Android-Veröffentlichungsmitteilung enthält diese Version dieselben Sicherheitskorrekturen wie die zugehörige Desktop-Version. In der gleichzeitig veröffentlichten Desktop-Sicherheitsmeldung nennt Google CVE-2026-76036, einen kritischen Pufferüberlauf in Dawn. Daraus ergibt sich, dass die Korrektur auch in der genannten Android-Version enthalten ist.
Dawn ist die in Chromium verwendete Umsetzung des WebGPU-Standards. WebGPU erlaubt Webseiten den Zugriff auf Grafikfunktionen eines Geräts. Nach den veröffentlichten Sicherheitsinformationen sind Chrome-Versionen für Android vor 151.0.7922.169 von der Schwachstelle betroffen.
Das technische Risiko
Ein entfernter Angreifer kann eine speziell präparierte Webseite erstellen. Wird sie mit einer anfälligen Chrome-Version geöffnet, kann Schadcode außerhalb der Browser-Sandbox ausgeführt werden. Die Sandbox soll normalerweise verhindern, dass Inhalte einer Webseite unkontrolliert auf weitere Bereiche des Geräts zugreifen.
Ein mögliches Angriffsszenario ist das Öffnen eines entsprechend präparierten Links. Der Angreifer benötigt dafür weder eine vorherige Anmeldung noch eine besondere Berechtigung.
Canonical bewertet die Schwachstelle mit 9,6 von 10 Punkten nach dem CVSS-System. Die möglichen Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit werden jeweils als hoch eingestuft. Technisch ist die Schwachstelle damit als kritisch zu bewerten.
Aktualisieren und anschließend nachprüfen
Entscheidend ist nicht allein, das Update anzustoßen. Unternehmen sollten auch feststellen, ob tatsächlich jedes betrieblich eingesetzte Smartphone und Tablet erreicht wurde. Gerade Geräte, die nur gelegentlich verwendet werden, geraten dabei leicht aus dem Blick.
Ein sinnvoller Ablauf ist:
- Alle betrieblich genutzten Android-Geräte erfassen.
- Die jeweils installierte Chrome-Version kontrollieren.
- Chrome über den Google Play Store auf die aktuell angebotene Version aktualisieren.
- Danach prüfen und dokumentieren, ob das Update auf allen Geräten erfolgreich installiert wurde.
- Geräte gesondert untersuchen, auf denen sich die aktuelle Version nicht installieren lässt. Bis zur Klärung sollten sie nicht für unnötige Webzugriffe verwendet werden.
Die aktuell angebotene Chrome-Version ist maßgeblich, weil sie neben der Korrektur für CVE-2026-76036 gegebenenfalls bereits weitere Sicherheitskorrekturen enthält.
Unterstützung aus Husum
Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen bei der Bestandsaufnahme ihrer Endgeräte, bei der Planung notwendiger Aktualisierungen sowie bei der anschließenden Funktions- und Versionskontrolle. Im Rahmen von Managed Service und IT-Support lassen sich solche Prüfungen in die laufende Pflege von IT-Arbeitsplätzen und Endgeräten einbinden.
Wenn Sie prüfen möchten, ob Ihre betrieblich genutzten Android-Geräte vollständig aktualisiert sind, sprechen Sie Netzmal in Husum gerne an.
Quellen
- Google Chrome Releases: https://chromereleases.googleblog.com/2026/?hl=de
- Canonical, CVE-2026-76036: https://ubuntu.com/security/CVE-2026-76036