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UniFi Protect: Kritische Schwachstelle prüfen und Update vorbereiten
UniFi Protect bis einschließlich Version 7.1.87 enthält eine kritische Schwachstelle. Unternehmen sollten auf Version 7.2.105 oder eine neuere freigegebene Version aktualisieren und danach Anmeldung, Kamerazugriff, Aufzeichnung und Zugriffswege prüfen.

Für betroffene Unternehmen besteht Handlungsbedarf
Wer UniFi Protect im eigenen Unternehmen betreibt, sollte jetzt die installierte Version prüfen. Betroffen sind alle Installationen bis einschließlich Version 7.1.87. Als abgesicherte Version nennt Ubiquiti 7.2.105 oder neuer.
UniFi Protect dient zur Verwaltung von Videoüberwachungssystemen. Die unter CVE-2026-77537 geführte Schwachstelle beruht auf einer unzureichenden Prüfung von Eingaben. Ein Angreifer mit Netzwerkzugriff auf die Anwendung könnte dadurch Befehle auf dem zugrunde liegenden Host-System ausführen. Nach Angaben des Herstellers sind dafür weder eine vorherige Anmeldung noch eine Benutzerinteraktion erforderlich.
Ubiquiti bewertet die Lücke mit einem CVSS-Basiswert von 10,0. Das ist der höchstmögliche Wert und entspricht der Einstufung „kritisch“.
Veröffentlicht wurden die Angaben am 26. August 2026 im Security Advisory Bulletin 067. Auch das Canadian Centre for Cyber Security und BleepingComputer haben die Meldung aufgegriffen.
Auch interne Installationen sollten aktualisiert werden
Prüfen sollten vor allem Unternehmen, die UniFi Protect selbst betreiben und eine Version bis einschließlich 7.1.87 einsetzen. Besonders dringlich ist das, wenn die Anwendung aus mehreren Netzwerkbereichen oder von außen erreichbar ist.
Eine ausschließlich intern erreichbare Installation ist allerdings nicht automatisch unkritisch. Laut Hersteller kann bereits Netzwerkzugriff auf die Anwendung für einen Angriff ausreichen. Eingeschränkte Erreichbarkeit reduziert die Angriffsfläche, ersetzt das Sicherheitsupdate aber nicht.
Update in fünf Schritten
- Installierte Version feststellen: Prüfen Sie in der Verwaltung, welche Version von UniFi Protect derzeit eingesetzt wird.
- Erreichbarkeit nachvollziehen: Klären Sie, aus welchen Netzwerken und über welche Zugänge die Anwendung erreichbar ist. Nicht benötigte externe und interne Zugriffswege sollten eingeschränkt werden.
- Aktualisierung vorbereiten: Betroffene Installationen sollten auf Version 7.2.105 oder eine neuere freigegebene Version aktualisiert werden. Sichern Sie vorher die relevanten Konfigurationen und Daten in geeigneter Form.
- Wichtige Funktionen testen: Kontrollieren Sie nach dem Update insbesondere die Anmeldung, den Kamerazugriff, die Aufzeichnung und alle im Unternehmen genutzten Zugriffswege.
- Netzwerkzugriff dauerhaft begrenzen: Videoüberwachungssysteme sollten nur aus den tatsächlich benötigten Netzwerkbereichen erreichbar sein. Netzwerksegmentierung, passende Firewall-Regeln und abgesicherte Fernzugänge können die Angriffsfläche reduzieren. Das erforderliche Update ersetzen sie nicht.
Begleitung bei Prüfung und Aktualisierung
Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen bei der Bestandsaufnahme, der Prüfung vorhandener Netzwerkzugänge und einer strukturierten Updateplanung. Nach Abstimmung begleiten wir auch die erforderliche Datensicherung, die Einschränkung unnötiger Erreichbarkeit und die Funktionskontrolle nach der Aktualisierung.
Wenn es für die jeweilige Umgebung relevant ist, betrachten wir dabei ebenso die Einbindung von UniFi Protect in Firewall, VPN und Netzwerksegmentierung.
Sie wissen nicht, welche UniFi-Protect-Version bei Ihnen läuft oder wie sich das Update sicher vorbereiten lässt? Dann sprechen Sie Netzmal in Husum gerne an.