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Windows-Schwachstelle CVE-2026-68820 wird aktiv ausgenutzt: Updates prüfen
Für die bereits bei Angriffen ausgenutzte Windows-Schwachstelle CVE-2026-68820 stehen Sicherheitsupdates bereit. Unternehmen sollten betroffene Arbeitsplätze und Server zeitnah ermitteln, kontrolliert aktualisieren und den Erfolg prüfen.

Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet die Schwachstelle vor allem: Windows-Arbeitsplätze und Server sollten jetzt vollständig erfasst und auf ihren Update-Status geprüft werden. Microsoft hat am 11. August 2026 Sicherheitsupdates für CVE-2026-68820 veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Lücke bereits vor Bereitstellung der Updates für Angriffe ausgenutzt. Dieser Beitrag entspricht dem Stand vom 29. August 2026.
Auch JPCERT/CC und NHS England Digital griffen die Warnung am 12. August 2026 in eigenen Sicherheitsmeldungen auf.
Betroffen ist eine systemnahe Netzwerkkomponente
CVE-2026-68820 betrifft den „Windows Ancillary Function Driver for WinSock“, eine systemnahe Windows-Komponente für Netzwerkfunktionen. Ursache ist ein sogenannter Use-after-free-Fehler. Vereinfacht gesagt greift das Betriebssystem unter bestimmten Umständen weiter auf einen Speicherbereich zu, obwohl dieser bereits freigegeben wurde.
Ein Angriff setzt zunächst einen lokalen Zugang mit niedrigen Berechtigungen voraus. Anschließend muss eine speziell präparierte Anwendung auf dem betroffenen System ausgeführt werden. Gelingt die Ausnutzung, kann ein Angreifer seine Rechte bis zur höchsten Windows-Berechtigungsstufe „SYSTEM“ erweitern. Eine zusätzliche Interaktion durch einen anderen Benutzer ist dafür nicht erforderlich.
Kein direkter Fernangriff, aber ein ernstes Folgerisiko
Nach den vorliegenden Angaben ermöglicht CVE-2026-68820 keinen direkten Angriff aus dem Internet, wenn nicht bereits ein Zugriff auf das Gerät besteht. Besonders relevant wird die Schwachstelle daher nach einer ersten Kompromittierung – etwa wenn Schadsoftware schon auf einem Arbeitsplatzrechner oder Server ausgeführt werden kann.
Mit den erweiterten Rechten könnte ein Angreifer weitreichende Änderungen am System vornehmen, geschützte Daten einsehen oder weitere Schadsoftware mit hohen Berechtigungen ausführen. Da Microsoft eine tatsächliche Ausnutzung bestätigt hat, sollten betroffene Systeme bei der Updateplanung hohe Priorität erhalten.
Updates geordnet einspielen und den Abschluss prüfen
Zunächst ist zu klären, welche eingesetzten Windows-Systeme laut Microsoft betroffen sind und ob die bereitgestellten Sicherheitsupdates bereits installiert wurden. Neben Arbeitsplatzrechnern gehören dazu auch Windows-Server und Geräte, die nur selten genutzt werden.
Für ein kontrolliertes Vorgehen empfehlen sich diese Schritte:
- Bestand der eingesetzten Windows-Systeme erfassen und mit den Herstellerangaben abgleichen.
- Vorhandene Datensicherungen und Wiederherstellungswege kontrollieren.
- Sicherheitsupdates zeitnah und nach Möglichkeit zunächst auf ausgewählten Systemen testen.
- Geschäftskritische Rechner und Server anschließend kontrolliert aktualisieren.
- Nach der Installation den Update-Status sowie wichtige Anwendungen und Dienste prüfen.
- Systeme untersuchen, bei denen Updates fehlen, fehlschlagen oder über längere Zeit ausgesetzt wurden.
Virenschutz und weitere Sicherheitsmaßnahmen bleiben wichtig. Sie ersetzen die Installation des Sicherheitsupdates jedoch nicht.
Unterstützung bei Bestandsaufnahme und Aktualisierung
Im Rahmen unseres Managed Service und IT-Supports unterstützen wir von Husum aus kleine und mittlere Unternehmen bei der Bestandsaufnahme, der Updateplanung und der kontrollierten Aktualisierung von Windows-Arbeitsplätzen und Servern. Dazu können die Kontrolle vorhandener Datensicherungen, die Überwachung des Update-Status und eine anschließende Funktionsprüfung wichtiger Systeme gehören.
Wenn Sie prüfen lassen möchten, ob Ihre Windows-Systeme betroffen und auf dem aktuellen Stand sind, sprechen Sie uns an.
Quellen
- Microsoft Security Response Center: https://www.microsoft.com/en-us/msrc/blog/2026/08/202608-security-update
- NHS England Digital: https://digital.nhs.uk/cyber-alerts/2026/cc-4830