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Zoom-Sicherheitslücke CVE-2026-53413: Installationen prüfen und Updates verteilen
Die Schwachstelle CVE-2026-53413 betrifft die Anmerkungsverarbeitung mehrerer Zoom-Produkte. Unternehmen sollten ihre Installationen einschließlich eingebundener Zoom Video SDKs erfassen, die Versionen mit der aktuellen Sicherheitsmeldung abgleichen und korrigierte Versionen kontrolliert verteilen.

Für kleine und mittlere Unternehmen besteht kein Grund zur Unruhe. Wer Zoom nutzt, sollte jetzt aber prüfen, welche Produkte und Versionen im Einsatz sind. Die Sicherheitslücke CVE-2026-53413 kann unter bestimmten Voraussetzungen dazu führen, dass ein Teilnehmer einer Besprechung Schadcode auf dem Gerät eines anderen Teilnehmers ausführt.
Betroffen ist die Anmerkungsverarbeitung
Zoom veröffentlichte am 11. August 2026 die Sicherheitsmeldung ZSB-26015 und überarbeitete sie am 14. August. Laut Revisionshistorie wurde dabei der Zoom Video SDK als betroffenes Produkt ergänzt und die Versionsangabe für Zoom Workplace korrigiert. Der SDK ist eine Softwarekomponente, mit der Zoom-Funktionen in andere Anwendungen eingebunden werden können.
Die Schwachstelle liegt in der Verarbeitung von Anmerkungsdaten. Über die Anmerkungsfunktion können Teilnehmer auf freigegebenen Bildschirmen oder digitalen Whiteboards zeichnen, schreiben und Markierungen setzen.
Nach Angaben von Zoom werden bestimmte Speichergrenzen bei der Verarbeitung dieser Daten nicht ausreichend geprüft. Ein Teilnehmer könnte deshalb speziell präparierte Anmerkungsdaten an einen anderen Zoom-Client senden. Bei erfolgreicher Ausnutzung kann Speicher überschrieben werden. Unter ungünstigen Voraussetzungen lässt sich dadurch fremder Programmcode auf dem betroffenen Gerät ausführen.
Zoom bewertet die Schwachstelle mit einem CVSS-Wert von 8,3 und dem Schweregrad „High“. CVSS ist ein standardisiertes Verfahren zur Bewertung technischer Schwachstellen. Die Sicherheitsmeldung mit den jeweils betroffenen und korrigierten Versionen steht auf der Website von Zoom. Eine technische Untersuchung des Entdeckers beschreibt als Ursache einen unzureichend begrenzten Kopiervorgang innerhalb der Anmerkungsverarbeitung.
Das Risiko bleibt an Bedingungen geknüpft
Für einen Angriff muss die angreifende Person Zugang zur betreffenden Zoom-Besprechung haben. Außerdem weist die von Zoom veröffentlichte Bewertung eine hohe Angriffskomplexität aus. Die Schwachstelle ist für Unternehmen dennoch relevant – besonders dann, wenn regelmäßig externe Personen teilnehmen, Zugangsdaten öffentlich weitergegeben werden oder Besprechungszugänge nicht angemessen eingeschränkt sind.
Nicht jede Zoom-Besprechung ist damit unmittelbar gefährdet. Es gibt jedoch einen konkreten Anlass, vorhandene Installationen zu erfassen und verfügbare Sicherheitsupdates zeitnah sowie kontrolliert einzuspielen.
Diese Schritte sind jetzt sinnvoll
- Zoom-Bestand erfassen: Prüfen Sie Arbeitsplätze, mobile Geräte und Konferenzsysteme auf eingesetzte Zoom-Produkte. Berücksichtigen Sie auch Anwendungen, in die der Zoom Video SDK eingebunden ist.
- Installierte Versionen abgleichen: Vergleichen Sie die gefundenen Versionen mit der aktuellen Zoom-Sicherheitsmeldung. Da Zoom die Meldung bereits überarbeitet hat, sollte stets die neueste Fassung herangezogen werden.
- Korrigierte Versionen verteilen: Installieren Sie die von Zoom bereitgestellten Updates möglichst zentral. Bei geschäftskritischen Systemen empfiehlt sich zunächst ein Test in einem geeigneten Rahmen.
- Wichtige Funktionen testen: Kontrollieren Sie nach der Aktualisierung insbesondere Audio, Video, Bildschirmfreigabe und Anmerkungsfunktionen.
- Zugänge zu Besprechungen begrenzen: Veröffentlichen Sie Einwahldaten nicht unnötig und schränken Sie die Teilnahme so weit ein, wie es der jeweilige Zweck zulässt.
- Umsetzung festhalten: Dokumentieren Sie, welche Geräte geprüft und aktualisiert wurden. So bleiben noch offene oder vorübergehend nicht erreichbare Systeme sichtbar.
Unterstützung aus Husum
Wir von Netzmal unterstützen kleine und mittlere Unternehmen bei der Bestandsaufnahme ihrer Arbeitsplätze, der Updateplanung und der kontrollierten Verteilung verfügbarer Aktualisierungen. Im Rahmen unserer Managed Services können wir zudem den Umsetzungsstand überwachen und nach dem Update gemeinsam prüfen, ob die benötigten Zoom-Funktionen weiterhin ordnungsgemäß arbeiten.
Wenn Sie klären möchten, welche Zoom-Versionen in Ihrem Unternehmen installiert sind oder wie sich das Update zentral verteilen lässt, sprechen Sie uns in Husum gerne an.